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Starke Gegner, weiche Ziele

Matinee

Sonntag, 15. Februar 2023, 11 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5 in Frankfurt

Die Paulskirchen-Revolution von 1848 ging verloren, weitere Niederlagen folgten. Kann man mit Worten und Bildern dagegen angehen?

Gespräch mit Gerhard Kromschröder über seine interventionistische Kunst und Publizistik
Moderation: Norbert Saßmannshausen

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Zusatzgeschäft

Fachtagung: »Cum-Ex«-Geschäfte dauern an. Zu wenige Ermittler. Geringes Interesse an Verfolgung. 
Claus-Jürgen Göpfert in junge Welt vom 12. Juni 2022

In den Hochhäusern des Bankenviertels von Frankfurt am Main wurde das Betrugssystem einst ausgeheckt. Rund 38 Milliarden Euro Schaden, das schätzen die staatlichen Ermittler heute, sind bisher durch »Cum-Ex«- und »Cum-Cum«-Geschäfte für die Steuerzahler entstanden. Banken und Kapitaleigner ließen sich hohe Summen an Kapitalertragssteuer vom Staat rückerstatten, die sie tatsächlich nie bezahlt hatten. Nur wenige Schritte vom Bankenviertel entfernt, im linken Treffpunkt »Club Voltaire«, zog der kapitalismuskritische Verein Business Crime Control (BCC) am Sonnabend eine Zwischenbilanz bei der Aufarbeitung des Milliardenbetrugs. Sie fiel düster aus.

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Fachtagung 2022: Cum/Ex-Skandal

Cum/Ex-Skandal – Steuerbetrug mit System
Business Crime in der Aufarbeitung

Samstag, 11. Juni 2022, 13 – 17 Uhr
Club Voltaire, Frankfurt am Main
Kleine Hochstraße 5 (U-/S-Bahn Hauptwache)

Programm:

  • 13 Uhr:   Joachim Maiworm
    Zum gegenwärtigen Stand der Dinge, zur Vorgeschichte und zur langjährigen Beschäftigung von BCC und BIG Business Crime mit dem Thema
  • 14 Uhr:   Prof. Dr. Lorenz J. Jarass
    Kapitalertragssteuerbetrug einfach verhindern
  • 15 Uhr:   Herbert Storn, Vorstand BCC
    Zur strukturellen Kriminalitätsaffinität des Kapitals und ihren Implikationen für die gegenwärtigen Auseinandersetzungen

Teilnehmerbeitrag: € 10 für Mitglieder, € 15 für Nichtmitglieder

Anmeldung für Nichtmitglieder bis Montag, 6. Juni 2022:  vorstand@businesscrime.de

Klimawandel

Matinee

Sonntag, 24. April 2022, 11 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5 in Frankfurt a.M.

Klimawandel

Der Wald stirbt, die Auswirkungen sind groß. Was müssen wir tun?

Mit Prof. Dr. Thomas Hickler
Leiter der Arbeitsgruppe Biogeographie und Ökosystemforschung der Senckenberg Gesellschaft

Moderation: Ulrike Holler

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Die Kunst des Fake

Matinee

Sonntag, 13. März 2022, 11 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5 in Frankfurt a.M.

Die Kunst des Fake
Mit Ernst Volland und Hanna Petkoff

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Ernst Volland. Plakat 1983

Porsche und Rolex – und dann Hartz IV

Matinee

Sonntag, 12. Dezember 2021, 11 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5 in Frankfurt a.M.

Porsche und Rolex – und dann Hartz IVIst die kriminelle Macht der Clans zu brechen?

mit Dirk Peglow, Bundesvorsitzender und Landesvorsitzender Hessen des Bund Deutscher Kriminalbeamter e.V.

Moderation: Herbert Stelz

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30 Jahre Business Crime Control

Die diesjährige Mitgliederversammlung und Fachtagung von Business Crime Control e.V. fanden am 28. August 2021 im Club Voltaire in Frankfurt am Main statt. In seinem Grußwort betonte der scheidende Vorsitzende Prof. Dr. Erich Schöndorf die Notwendigkeit, „auf der ökologischen Zielgeraden noch ein bisschen zuzulegen“, damit die Folgen der Klimakrise noch abgewendet werden können. Schöndorf war als Staatsanwalt seinerzeit unter anderem mit dem Holzschutzmittel-Prozess befasst, lehrte später Umweltstrafrecht an der FH Frankfurt am Main und schrieb einige Bücher zu Umweltthemen, zuletzt das Hörbuch „Game over?“

Ein Grußwort gab es auch von dem Mitbegründer von BCC, Prof. Dr. h.c. Dieter Schenk, der als Kriminaldirektor im Bundeskriminalamt arbeitete, bevor er sich als freier Autor unter anderem mit der Geschichte des Amtes und den Verstrickungen dort leitend Tätiger im NS-Regime auseinandersetzte.

Als neuen Vorsitzenden wählte die Mitgliederversammlung Hans Möller, Diplom-Meteorologe und aktiv im Koordinierungskreis von attac Frankfurt am Main. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde der Fernsehjournalist und Publizist Herbert Stelz gewählt. Eberhard Ruoff bleibt Kassierer, Victoria Knopp Schriftführerin. Prof. i.R. Reiner Diederich und Frank Ebert wurden als Beisitzer bestätigt. Neu als Beisitzer wurde Herbert Storn gewählt, Mitglied im Landesvorstand der GEW Hessen und aktiv bei Gemeingut in BürgerInnenhand.

Die sich anschließende Fachtagung stand unter dem Thema: „Vergehen an Klima und Umwelt – staatlich genehmigt und gefördert? Die Fälle Gigafactory Tesla und Kali + Salz AG“. Zunächst berichtete der Mitbegründer und Ehrenvorsitzende von BCC Prof. Dr. Hans See über die Ziele, die man sich bei der Gründung des Vereins gesetzt hatte. Es sei nicht in erster Linie darum gegangen, durch Gesetzesverschärfungen Wirtschaftskriminalität zu unterbinden, sondern sie präventiv zu verhindern – durch mehr Mitbestimmung in den Betrieben und Unternehmen, durch eine Entwicklung hin zur Wirtschaftsdemokratie anstelle der Chefetagen als „demokratiefreie Zone“.

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Mitgliederversammlung 2021 von Business Crime Control: neuer Vorstand gewählt

Business Crime Control e.V. hat einen neuen Vorstand. Die Mitgliederversammlung vom 28. August 2021 in Frankfurt am Main wählte Hans Möller zum neuen Vorsitzenden. Prof. Dr. Erich Schöndorf, der seit 2011 als Vorsitzender amtierte, wurde für seine Arbeit gedankt. Neuer stellvertretender Vorsitzender ist Herbert Stelz, der bisher Beisitzer war. Eberhard Ruoff bleibt Kassierer, Victoria Knopp Schriftführerin. Prof. i.R. Reiner Diederich und Frank Ebert wurden als Beisitzer bestätigt. Neu als Beisitzer wurde Herbert Storn gewählt.

Hans Möller ist Diplom-Meteorologe und aktiv im Koordinierungskreis von attac Frankfurt am Main. Herbert Stelz ist Fernsehjournalist und Publizist. Victoria Knopp ist Diplom-Soziologin und arbeitet als Lehrerin an einer Gesamtschule. Eberhard Ruoff ist Diplombetriebswirt und war in der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit tätig. Reiner Diederich war Professor für Soziologie an der FH Frankfurt am Main. Er ist Mitbegründer und Vorsitzender der KunstGesellschaft e.V., mit der BCC bei den monatlichen Matineen im Frankfurter Club Voltaire kooperiert. Frank Ebert ist Ökotrophologe und arbeitet in der Pharmaindustrie. Herbert Storn war Berufsschullehrer und ist Mitglied im Landesvorstand der GEW Hessen, außerdem aktiv bei Gemeingut in BürgerInnenhand.

Der neue Vorstand wird weiter daran arbeiten, über Wirtschaftskriminalität und ihre sozialschädlichen Folgen aufzuklären. Dabei legt Business Crime Control einen weiten Kriminalitätsbegriff zugrunde, der zum Beispiel auch kartellmäßige Steuerverkürzungen oder das Gutachterunwesen bis hin zur Wissenschaftskriminalität umfasst. Der gemeinnützige Verein ist seit 30 Jahren tätig.

Fachtagung 2021 von Business Crime Control

30 Jahre Business Crime Control

Vergehen an Klima und Umwelt – staatlich genehmigt und gefördert?
Die Fälle Gigafactory Tesla und Kali + Salz AG

Samstag, 28. August 2021, 13 – 17 Uhr

Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5, Frankfurt a. M.

Referenten:

Prof. Dr. Hans See, Ehrenvorsitzender von Business Crime Control e.V.
Reflexionen zu 30 Jahre BCC

Walter Hölzel, Werra-Weser-Anrainerkonferenz e.V.
Kaliherstellung in Deutschland – ein seit Jahrzehnten eingeübtes System zur Umgehung des Rechts

Thorsten Deppner, Anwalt für Umweltrecht, Berlin
Großindustrieansiedlung auf zweifelhafter Rechtsgrundlage. Der Fall Tesla in Brandenburg

Herbert Storn, Mitglied im Landesvorstand der GEW Hessen
Skandale mit System

Die Tagung wird unterstützt von:
Attac Frankfurt am Main und KunstGesellschaft

Teilnehmerbeitrag: € 10 für Mitglieder, € 15 für Nichtmitglieder

Teilnahme für Geimpfte, Getestete und Genesene.

Anmeldung bis zum 26.8.: vorstand@businesscrime.de

Die Teilnahme ist auch ohne Anmeldung online möglich.

Einwahllimk: https://cvbb.galatis.de/b/iod-ckr-kdj-uch

Vor der Tagung findet ab 9.30 Uhr die jährliche Mitgliederversammlung von Business Crime Control e.V. statt.

Patente töten

Matinee

Sonntag, 21. März 2021, 11-13 Uhr

Patente töten.
Für die Aufhebung des Patentschutzes für alle unentbehrlichen Medikamente

mit Anne Jung, medico international
Moderation: Ulrike Holler

Die Matinee findet online statt. Einwahl: https://conf.ccc-ffm.de/b/hand-quc-gri

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response

Matinee

Sonntag, 17. Januar 2021, 11-13 Uhr

Beratung und Hilfe für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt

Die Matinee findet online statt.

Mit Liisa Pärssinen, Leiterin von response
Moderation: Ulrike Holler

Fachtagung 2020

Weiße Kittel – schwarze Millionen

Wirtschaftskriminalität im Gesundheitswesen

Samstag, 14. November 2020, 13 – 18 Uhr

Aufgrund der Bestimmungen zu Bekämpfung der Corona-Pandemie können wir die Tagung nur als digitale Veranstaltung  realisieren. Wir bedauern das sehr.

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„Jenseits von Gier, Geiz und Neid“

Matinee Sonntag, 20. Sept. 2020, 11 Uhr – Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5 in Frankfurt am Main
Jenseits von Gier, Geiz und Neid. Wie geht Wirtschaft, die allen nutzt? Mit Prof. Dr. Reinhard Loske, Professor für Nachhaltigkeit und Gesellschaftsgestaltung. Präsident der Cusanus Hochschule Bernkastel-Kues Moderation: Herbert Stelz Link auf die Aufzeichnung der Veranstaltung hier> Weiterlesen

EcoTopTen, die Informationsplattform für Verbraucher*innen für besonders umweltverträgliche Produkte

Dr. Dietlinde Quack

Unter dem Titel „Ökologisch kaufen – Wie hilft EcoTopTen?“ fand am 20. Oktober 2019 im Frankfurter Club Voltaire eine von Business Crime Control und der KunstGesellschaft veranstaltete Matinee mit Dr. Dietlinde Quack vom Öko-Institut in Freiburg statt. Sie koordiniert dort den Bereich Produkte und Stoffströme. Ihr besonderes Interesse gilt einem nachhaltigen Konsum zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks. Der folgende Beitrag fasst die Thesen und Informationen zusammen, die sie in der Matinee vorgetragen hat.


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Die große Biodiversitätskrise – wieviel Natur braucht der Mensch?

Bericht von Reiner Diederich über eine Matinee mit Prof. Dr. Volker Mosbrugger

Unter dem Titel „Die große Biodiversitätskrise – wieviel Natur braucht der Mensch?“ fand am Sonntag, dem 16. Juni 2019 im Frankfurter Club Voltaire eine gut besuchte Matinee von Business Crime Control und KunstGesellschaft statt. Eingeladen war mit Prof. Dr. Volker Mosbrugger, dem Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ein profunder Kenner der Materie und engagierter Streiter für einen besseren Schutz von Umwelt und Natur.
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BIG Business Crime Extra

Als Dokumentation aller bisher – von November 2018 bis Mai 2019 – in der Internetausgabe gebrachten Nachrichten, Artikel und Rezensionen ist ein Extraheft der Zeitschrift erschienen. Es ist als Abschluss des letzten Jahrgangs der Printausgabe für die Abonnentinnen und Abonnenten, für die Mitglieder von Business Crime Control und für an der Arbeit des Vereins Interessierte gedacht.

Das Heft ist zum Preis von 6 € plus Versandkosten zu beziehen. Bestellung: BCC, Postfach 1575, 63465 Maintal oder per E-mail: big-redaktion@businesscrime.de

Wider die politische Unkultur, zivilgesellschaftliches Engagement zu diskreditieren

Business Crime Control verfolgt mit Sorge den Umgang von Politik und Justiz mit Organisationen der Zivilgesellschaft. Es entsteht der Eindruck, dass eine öffentliche Auseinandersetzung mit Organisationen, die ein selbstbestimmtes, demokratisches Zusammenleben fördern und dazu auch Regierungshandeln kritisch befragen, gescheut und statt dessen über finanziellen Druck die Arbeit erschwert oder gar unmöglich gemacht werden soll. Beispielhaft hierfür stehen die Aberkennung der Gemeinnützigkeit von Attac und der Beschluss des CDU-Bundesparteitags von Anfang Dezember 2018, jetzt auch die Gemeinnützigkeit der Deutschen Umwelthilfe e.V. überprüfen zu lassen.

„Rechtssicherheit“ im Gemeinnützigkeitssektor zu schaffen sei notwendig, hieß es bei CDU und CSU anlässlich der Jamaika-Verhandlungen. Ein „Gemeinnützigkeitsrecht“ zu schaffen, das den Anforderungen an zivilgesellschaftliche Organisationen Rechnung trägt, forderte die SPD in ihrem Bundestagswahlprogramm. Doch statt mit der Regierungsmehrheit der Großen Koalition gesetzlich initiativ zu werden, lassen diese Parteien es zu oder fördern es noch, dass die Justiz als Hebel gegen Vertreter der Zivilgesellschaft benutzt wird und sei die Begründung dafür noch so dünn.

Jetzt entschied der Bundesfinanzhof über die Zulässigkeit der Revision gegen ein Urteil des Hessischen Finanzgerichtes in Kassel. Dieses hatte im Jahr 2016 die Gemeinnützigkeit von Attac in vollem Umfang bestätigt, nachdem sie vom Finanzamt Frankfurt aberkannt worden war. Auf Weisung des Bundesfinanzministeriums klagte das Finanzamt Frankfurt gegen den Gerichtsbeschluss und bekam vom Bundesfinanzhof Recht. Die Arbeit von Attac könne nicht als gemeinnützig gelten, so der Bundesfinanzhof, weil sie in erster Linie aus allgemeinpolitischen Initiativen und Kampagnen bestehe.
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Mitgliederversammlung 2019 von Business Crime Control: neuer Vorstand gewählt

Business Crime Control e.V. hat einen neuen Vorstand. Die Mitgliederversammlung vom 26. Januar 2019 in Frankfurt bestätigte Prof. Dr. Erich Schöndorf im Amt des Vorsitzenden. Neuer stellvertretender Vorsitzender ist Hans Möller, neuer Kassierer ist Eberhard Ruoff.
Victoria Knopp bleibt Schriftführerin. Beisitzer sind Prof. i.R. Reiner Diederich, Frank Ebert und Herbert Stelz.

Erich Schöndorf war Professor für Umweltrecht an der FH Frankfurt und hatte zuvor als Staatsanwalt u.a. den Holzschutzmittelprozeß geführt. Hans Möller ist Diplom-Meteorologe und aktiv im Koordinierungskreis von attac Frankfurt. Victoria Knopp ist Inhaberin des Libroletto-Hörbuchverlags und arbeitet als Hauptschullehrerin. Eberhard Ruoff ist Diplombetriebswirt und war in der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit tätig.
Reiner Diederich war Professor für Soziologie an der FH Frankfurt. Er ist Gründer und Vorsitzender der KunstGesellschaft e.V., mit der BCC bei den monatlichen Matineen im Frankfurter Club Voltaire kooperiert. Frank Ebert ist Ökotrophologe und arbeitet in der Pharmaindustrie. Herbert Stelz ist Fernsehjournalist und Publizist.

Der neue Vorstand arbeitet weiter daran, wirtschaftskriminelle Aktivitäten aufzudecken sowie über deren schwerwiegende Folgen mit enormen Schäden aufzuklären. Dabei legt Business Crime Control einen weiten Kriminalitätsbegriff zugrunde, der zum Beispiel auch kartellmäßige Steuerverkürzungen oder das Gutachterunwesen bis hin zur Wissenschaftskriminalität umfaßt. Der gemeinnützige Verein ist seit 28 Jahren aktiv.

„Was ist los mit dir, Europa?“

Am 18. November 2018 sprach Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach SJ im Rahmen der von Business Crime Control e.V. und der KunstGesellschaft e.V. im Frankfurter Club Voltaire veranstalteten Matineen über Entwicklungen innerhalb der EU. Hengsbach war bis 2006 Leiter des Oswald von Nell-Breuning Instituts für Wirtschafts- und Gesellschaftsethik an der Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main. Sein Beitrag hier auf den Seiten von BCC stellt die ausgearbeitete und aktualisierte Fassung der von ihm in der Matinee vorgetragenen Thesen dar.

„Was ist los mit dir, Europa?“ Diese Frage richtete Papst Franziskus an die Repräsentanten der Europäischen Institutionen – des Parlaments, der Kommission und des Rates, die sich im Vatikan versammelt hatten, um den Träger des Aachener Karlspreises des Jahres 2016 zu ehren. Inzwischen leuchtet Aachen im Dauerglanz pompöser Inszenierungen der deutsch-französischen Freundschaft, die auf eine vertiefte europäische Einigung ausstrahlen soll. Es bleibt zu wünschen, dass die Strahlen in das Gestrüpp des europäischen Alltags hineinwirken.Weiterlesen

BIG. Die Online-Ausgabe. Seit Dezember 2018 im Netz.

3 Monate gibt es BIG online.
Mit einem Klick erreichbar: 14 Artikel,
dazu Rezensionen und Nachrichten
(Stand 04.04.2019).

  • Finanzkapital und illegale Landnahme nach der Krise von 2008: Land als neue Finanzanlage in der MATOPIBA-Region in Brasilien
  • Geldwäsche im Immobiliensektor – Staat und Wirtschaft als Koproduzenten der Kriminalität
  • Hutbürger im Sachsensumpf
  • Kriminelle Vermieter
  • Politik als Handlanger der Immobilienlobby
  • Raus aus der Kohle – sonst schmelzen die Pole
  • Milliardenschweres Staatsversagen
  • Rede auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank in Frankfurt a.M. am 24. Mai 2018
  • Rojava: Raubzüge gegen ein Rätesystem
  • Wissenschaftslügen
  • Wirtschaftskriminalität: Was sagt die Forschung?

Zur Online-Ausgabe von BIG Business Crime

BIG Business Crime wurde vor 25 Jahren als vierteljährlich erscheinende Zeitschrift des Vereins Business Crime Control von dem Politikwissenschaftler und Wirtschaftskriminologen Prof. Dr. Hans See gegründet. Bis 2009 war er verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift. Er hatte bereits die Gründung des Vereins im Jahr 1991 maßgeblich initiiert, war viele Jahre dessen Vorsitzender und ist seit 2011 Ehrenvorsitzender. Unter seiner Leitung wurde BIG Business Crime zu einem Forum für investigative Journalisten, Wissenschaftler und Fachpraktiker auf dem Gebiet der Wirtschaftskriminalität und ihrer Bekämpfung. Auch Opfer wirtschaftskrimineller Machenschaften kamen zu Wort.

Nachdem Hans See die Erstellung der Zeitschrift abgegeben hatte, übernahm Verena Herzberger die Herstellung (Satz, Layout, Montage) und verantwortliche Redaktion. 2011 wurde sie von Victoria Knopp abgelöst. Bei der Redaktionstätigkeit unterstützte sie Reiner Diederich, der vorher schon Mitglied der Redaktion war. Später kamen die Journalisten Gerd Bedszent und Joachim Maiworm mit in die Redaktion.

Die Printausgabe der Zeitschrift endete mit dem Heft 2/2018. Seit Ende 2018 erscheint BIG als Internetausgabe. http://big.businesscrime.de

Wieviel Stadt gehört dem Auto?


Matinee
Sonntag, 16. Sept. 2018, 11 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5

Wieviel Stadt gehört dem Auto?
Wie wir uns morgen bewegen werden

Mit Prof. Dr. Martin Lanzendorf, Mobilitätsforscher, Goethe-Universität Frankfurt a. M.

Moderation: Herbert Stelz

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BIG 2 2018

Inhalt
Reiner Diederich: Ziele von Business Crime Control
Joachim Maiworm: Ein höchst umstrittner Immobiliendeal. Bayerns Ministerpräsident unter Durck
Gerd Bedszent: Vom “Minister für besondere Aufgaben” zum Opfer eines Aktienschwindels – ein PortraitWeiterlesen

Aktionsbündnis fordert Meinungsfreiheit in der Türkei

Die Meinungsfreiheit ist in der Türkei unter starkem Druck. Seit dem Putschversuch im Juli 2016, den wir scharf verurteilen, geht die türkische Regierung vehement gegen ihre Kritiker vor, besonders gegen kritische Journalisten, Medien und Verlage. Damit verschärft sich die bereits angespannte Situation für Medien in der Türkei. Zahlreiche Medienschaffende werden in Haft genommen, mit Prozessen überzogen, viele Medien und Verlage wurden geschlossen oder unter staatliche Verwaltung gestellt. Seit Beginn der türkischen Militäroffensive im Norden Syriens haben sich die Arbeitsbedingungen für die Journalisten weiter dramatisch verschlechtert.Weiterlesen

BIG 1 2018

Inhalt

3 Editorial

4 Nachrichten aus den Chefetagen

7 Peter Menne
Was macht Business Crime Control?

10 Hans See
Rückblick nach vorn

14 Joachim Maiworm
Der Mindestlohn wird millionenfach umgangen

15 Gitta Düperthal
Zahltage für Amazon. Industrie 4.0 kommt nicht gut an

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Schule mit beschränkter Haftung

Der Sündenfall der Schulprivatisierung in Berlin

Katrin Kusche

In Berlin ist die rot-rot-grüne Landesregierung (R2G-Senat) zum Angriff übergegangen, zum Angriff auf das Gemeineigentum. Sie bedient sich dabei nicht nur der Sprache des Militärs, droht auch, bewährte öffentliche Strukturen zu beschädigen, wenn nicht gar zu zerstören. Dabei bedarf es genau des Gegenteils: nämlich des Aufbaus statt der Zerstörung. Es bedarf der Sanierung und des Neubaus von Schulen, nicht des Ausverkaufs. Der sprachliche Aspekt ist dabei nur ein Nebenschauplatz, verrät aber schon einiges über das Anliegen der Senatsverwaltung.

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Geld und Kapital. Beitrag zur Diskussion

 Reiner Diederich

 Umgangssprachlich ist alles klar und alles eins: Hat jemand Geld, heißt es, er habe Kapital. Hat jemand Kapital, heißt es, er habe Geld. Kapital scheint nur das Fremdwort, der etwas vornehmere Ausdruck für Geld zu sein. Geht es bei der üblichen Gleichsetzung von Geld und Kapital vielleicht doch um mehr als um austauschbare Wörter?Weiterlesen

Augen zu und durch? Finanzkapitalismus für Anfänger

Hans Scharpf

„Augen zu und durch“, so lautet die Titelüberschrift eines Artikels von Anne Seith in der Spiegel-Ausgabe von Ende Oktober 2017. [1] Thema des Artikels ist das permanente Steigen der Aktienkurse in den letzten Jahren. Am Schluss des Artikels wird der Verbraucherschützer Niels Nauhauser, Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, zitiert. Dieser rät dazu, Geld in Aktien anzulegen, als Mittel einer langfristigen Altersvorsorge und empfiehlt ETFs (Exchange Traded Fund – börsengehandelter Indexfond). [2] Weiterlesen

Da kommt Wut auf!

Foodora und Deliveroo: Totale Flexibilisierung

Interview von Gitta Düperthal

Die Fahrradkurierin ist beschäftigt bei „Foodora“. Als Gewerkschafterin der anarcho-syndikalistischen Föderation Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter- Union (FAU) ist sie Mitinitiatorin der Deliverunion-Kampagne, einer länderübergreifenden Protestbewegung von Essenslieferanten, bei der vor allem Fahrer von Deliveroo und Foodora mitmachen. Im folgenden Gespräch vermittelt sie Einblicke in eine neue prekäre Arbeitswelt, in der sich viele von Auftrag zu Auftrag hangeln müssen und eine Organisierung der Arbeiterinnen und Arbeiter nur langsam Gestalt annimmt.

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Der Mindestlohn wird millionenfach umgangen

Joachim Maiworm

Im Januar 2015 wurde in Deutschland erstmals ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn eingeführt. Große Teile der Wirtschaft lehnten diesen Schritt erwartungsgemäß ab, auch in der Wissenschaft herrschte vielfach große Skepsis vor. Der Mindestlohn, so die damalige Prognose, würde zum Abbau von Hunderttausenden Arbeitsplätzen führen. Nach der realen Erfahrung von drei Jahren sind die befürchteten Beschäftigungsverluste allerdings weitgehend ausgeblieben und zugleich relevante Lohnanstiege bei Niedriglohnbeschäftigten zu verzeichnen.

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Reise in den Herbst

Donnerstag, 25. Januar 2018
19 Uhr
Club Voltaire,  Kleine Hochstraße 5

Reise in den Herbst
Dokumentarfilm über wachsenden Rechtspopulismus und linken Protest von Martin Keßler

Leben wir in Umbruchzeiten? Vom Treffen der europäischen Rechtspopulisten am Deutschen Eck Anfang 2017 bis zu den Protesten gegen das G20-Treffen in Hamburg reist der Filmemacher Martin Keßler durch Deutschland. Er interviewt u.a. Opel-Arbeiter nach der Übernahme durch Peugeot und den Soziologen Jean Ziegler, der gegen die „kannibalische Weltordnung“ wettert.Weiterlesen

Jürgen Roth zum Gedenken


Matinee
Sonntag, 17. Dez. 2017, 11 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5

Jürgen Roth zum Gedenken

mit Prof. Dr. Hans See,
Beiträge der Fernsehjournalisten Erika Kimmel und Bernd Isecke
Moderation: Ulrike Holler und Herbert Stelz

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Die AfD – rechte Newcomer zwischen rassistischem Getöse und marktradikalen Inhalten

Gerd Bedszent

„Der Treppenwitz, dass mit AfD und FDP zwei marktradikale Parteien um dieselbe Wählerschicht buhlten und am Ende beide knapp an der 5 %-Hürde scheiterten, wird sich schwerlich wiederholen.“ Diese meine Vermutung, abgedruckt in BIG Business Crime Nr. 4/2013 kurz nach der letzten Bundestagswahl, hat sich leider bestätigt. Dass beide genannte Parteien bei der diesjährigen Wahl ihr Ergebnis jeweils mehr als verdoppeln könnten, die AfD sogar als drittstärkste Partei in den Bundestag einziehen würde, habe ich allerdings nicht vorausgesehen.

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Frankfurter Flughafen und kein Ende?

Entgeltordnung und Billigflieger

Petra Schmidt

Entgeltordnung – dies ist eine bürokratische Bezeichnung, hinter der sich aber eine einschneidende Änderung in der Ausrichtung des Frankfurter Flughafens verbirgt.

Aber der Reihe nach: Als im November 1997 der damalige Lufthansachef Jürgen Weber für den Frankfurter Flughafen eine neue Landebahn forderte, ging er von einer quasi „natürlichen“ Zunahme des Luftverkehrs aus. Dies war seinerzeit die zentrale Begründung für die geplante Flughafenerweiterung. In den letzten Jahren wurden zwar mehr Passagiere transportiert, aber die Flugbewegungen stagnierten. Was tut man nun als schwarz-grüne hessische Landesregierung, um dem Frankfurter Flughafen doch noch zu mehr Flugverkehr zu verhelfen? Man verabschiedet eine Gebührenordnung, die wachstumsträchtigen Fluggesellschaften für die nächsten drei Jahre wesentliche Rabatte bei den Start- und Landegebühren gewährt. Davon profitieren insbesondere neue Fluglinien und so starten von Frankfurt/M nun erstmals Billigflieger (RyanAir seit März 2017). Diese Wende um 180 Grad in der Flughafenpolitik deutete sich schon 2015 an, als die Diskussion über die Belegung des dritten Terminals begann.

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Mutter Blamage und die Brandstifter [Bericht]

Unter diesem Titel fand eine Woche vor der Bundestagswahl 2017 im Club Voltaire in Frankfurt am Main eine Matinee von Business Crimpen Control und KunstGesellschaft mit Stephan Hebel statt. Er ist Autor des gleichnamigen Buches, das in diesem Jahr im Westend-Verlag erschien. Als Journalist und Publizist arbeitet Hebel unter anderem für die „Frankfurter Rundschau“, die Wochenzeitung „der Freitag“ und die Zeitschrift “Publik Forum”.

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