Matinee
Sonntag, 22. Februar 2026, 11 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5 in Frankfurt/M.

Pier Paolo Pasolini und die Neue Rechte

Mit Dr. Gaetano Biccari

Moderation: Prof. Reiner Diederich

Vor 50 Jahren wurde Pier Paolo Pasolini am Strand von Ostia ermordet. Die Täterschaft ist bis heute nicht vollständig geklärt. Pasolini, einer der bedeutendsten italienischen Schriftsteller und Filmemacher der Nachkriegszeit, hatte sich durch seine radikale Kritik an der kapitalistischen Konsumgesellschaft und sein Außenseitertum Feinde gemacht – vor allem auf der rechten Seite des politischen Spektrums. Aber auch die Kommunistische Partei, der er zuneigte, haderte mit ihm. Umso bemerkenswerter ist es, dass die Neue Rechte in Italien nun versucht, ihn für ihre Kulturkämpfe zu instrumentalisieren. Giorgia Meloni hat ihm 2021 sogar die Mitgliedschaft ad honorem in ihre Partei „Fratelli d’Italia“ verliehen.

Welche Strategie steckt dahinter? Gibt es auch in Deutschland eine entsprechende Tendenz? Um diese Fragen zu diskutieren und Pasolinis Positionen darzustellen, zeigen wir exemplarisch seinen Kurzfilm La Ricotta (1963). Außerdem besprechen wir sein spätes Gedicht Saluto e augurio, (Gruß und Wunsch), einen fiktiven Dialog mit einem jungen Faschisten.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Labas‘ Lab. KreativLabor für Kunst und Kultur e.V.

Veranstalter: Business Crime Control und KunstGesellschaft

Beitrag* 5/1 Euro