Matinee
Sonntag, 18. Oktober 2026, 11 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5 in Frankfurt/M.

Unterhaltsames Spiel, Provokation oder etwas Drittes?

Mit Dr. Ulrich Pfarr

Moderation: Prof. Reiner Diederich

 

Kunst im öffentlichen Raum kann schnell zum ungewollten Ärgernis geraten, sei es für die zu beglückende Öffentlichkeit oder auch für die beauftragten Künstler:innen. Dabei wünschen sich die öffentlichen Auftraggeber zumeist keine Provokationen, sondern nichts sehnlicher als die leichte, spielerische Bewegung der Brunnen Jean Tinguelys. Berühmt ist der mit Niki de St. Phalle realisierte Tarot-Brunnen vor dem Centre Pompidou in Paris, doch auch für Frankfurt gab es einen Entwurf, der am Opernplatz vorgesehen war. Selbst für den vielgeschmähten Platz der Konstabler Wache war der Künstler nach langer Weigerung bereit, eine diesmal allerdings etwas grimmigere Variante eines Brunnens zu schaffen. Hätte der Künstler seinen Vorschlag noch realisieren können, die gegenwärtigen Debatten wären nie zustande gekommen. A Sky Full of Hope, das verspricht heiteres Spiel in luftiger Höhe, erzeugt damit jedoch eine enorme Fallhöhe. Kann Kunst im öffentlichen Raum nicht etwas Drittes sein, weder Spiel noch Provokation? Dies soll mit Bezug auf verschiedene Positionen zur Kunst im öffentlichen Raum und im Kontext von Vergleichsbeispielen betrachtet werden, um die aktuelle Debatte zu fundieren.

 

Veranstalter: Business Crime Control und KunstGesellschaft

Eintritt: 5/1 Euro